Leder & Nachhaltigkeit

Derzeit gibt es viele Diskussionen über das Thema Leder und Nachhaltigkeit. Auch wir bei LUCA legen hohen Wert auf die Nachhaltigkeit unserer iPhone Etuis und Lederwaren. Auch wir haben uns bereits mit dem Thema 'veganes Leder' beschäftigt und sind zu dem Entschluss gekommen, derzeit keine Produkte aus diesen Materialien an zu bieten. Leider sind viele dieser Materialalternativen nicht viel mehr als eine Mischung aus Kunststoffen, Additiven und letztendlich einem gewissen Bestandteil an nachwachsenden Rohstoffen.

Leder ist und bleibt ein Abfallprodukt der Fleischindustrie

Weltweit wird keine Kuh, kein Bulle und kein Kalb für die Herstellung von Leder geschlachtet. Bei einem Verkaufspreis von ca. 4€ - 8€ pro Rohhaut, je nach Herkunft, Sortiment und Dicke, ist ein gewinnbringendes. Geschäft nicht zu realisieren. Denken Sie z.B. an Kosten für: Besamung, Aufzucht, Wasser & Futter, Tierarzt, Schlachtung u.V.m.

Das der weltweite Fleischkonsum ein wahnsinniges Maß angenommen hat, ist uns denke ich allen bewusst. Allerdings wäre es eine Schande, die abfallende Haut des Tieres zu vernichten. Traditionell, und so tun es bereits viele Gerber und Partnerbetriebe der Gerber in der ganzen Welt, sollte das Tier, welches für die Herstellung von Fleisch geschlachtet wird, im Hinblick auf „Zero Waste“ restlos verarbeitet werden.

Nachhaltigkeit hat viele Definitionen

Das nachhaltigste Auto steht in Ihrer Garage.

Wir dürfen nicht vergessen: Die Nachhaltigkeit eines Produkts hängt nicht nur davon ab, woraus es besteht, sondern auch von seiner Haltbarkeit und wie lange man es verwenden kann und möchte. Daher sind hochwertige, klassische und langlebige Lederprodukte meist die nachhaltigste Lösung.
Bitte achten Sie beim Kauf von Lederprodukten auf den Herstellungsprozess. So sind beispielsweise natürlich gegerbte Geldbörsen Made in Germany nachhaltig, äußerst langlebig und profitieren von kurzen Transportwegen in der Supply Chain.

Lokale Produktion und kurze Lieferketten

Gerade im Coronajahr sehen wir weltweit massive Probleme mit Lieferketten. Viele Produkte reisen etliche Tausend Kilometer von der Produktion zur Verfeinerung bis es dann endlich bei dem Kunden landet. Das ist definitiv das Gegenteil von Nachhaltig.
Mit der Produktion der Lederwaren im Hunsrück, sind hier die Transportwege bereits um weit über 90% reduziert, im Vergleich zu ähnlichen Produkten. Von der Produktion im Hunsrück, bis ins Lager nach Darmstadt, sind es gerade einmal 85km Luftlinie. Auch viele Luxusmarken lassen einen Großteil Ihrer Produkte im Ausland fertigen, was vor allem 2020 zu diversen Lieferschwierigkeiten geführt hat. Auch hier steht der Profit über der Nachhaltigkeit dieser Produkte.

Woraus besteht "Kunstleder"?

Sogenanntes Kunstleder mag zwar eine vegane Alternative sein, jedoch ist Kunstleder lediglich ein Kunstbegriff für Plastik, welches am häufigsten aus Polyurethan (PU) oder Polyvinylchlorid (PVC) besteht. Wie fast alle Kunststoffe werden PU und PVC aus Erdöl oder Erdgas gewonnen.

Es stimmt zwar, dass „veganes Leder“ nicht aus Tierhäuten hergestellt wird, aber diese Produkte verursachen erheblichen Schaden für die Tierwelt in Ökosystemen, die durch die Gewinnung fossiler Brennstoffe und Plastikabfälle zerstört werden. Die Auswirkungen von veganem Leder sind zwar tierversuchsfrei jedoch sicherlich nicht nachhaltig.

Viele Kunststoffe richten nicht nur während der Herstellung massive Schäden an, sondern auch Ende ihrer Nutzungsdauer. Die Materialien werden auf Deponien entsorgt, wo schädliche Chemikalien jahrzehntelang freigesetzt werden. Oder sie zerfallen zu Mikroplastik, welches in Ozeanen, Trinkwasser und Böden landet.

Und was ist mit "Leder" aus Pflanzen?

Sogenannte "Pflanzliche Leder" sind zu 99% keine Alternative. Materialien wie Traubenschalen, Kakteen, Ananasfasern, Äpfel, Pilze (Myzel) und andere Biomasse können unter Umständen den ökologischen Fußabdruck in der Herstellung gegenüber reinen Kunststoffen verbessern, jedoch sind sie meist weder recyclebar (anders wie reines Plastik) und auf Grund ihrer Additive, Klebstoffe und anderer Chemikalien auch nicht kompostierbar.

Ein Blick in die Zukunft

Nichts desto trotz, beobachten wir stets den Markt auf der Suche nach neuen Materialien. Es scheint einige Möglichkeiten am Horizont zu geben, welche auf natürliche Fasern aber auch auf natürliche Klebemittel und Farbstoffe setzen. Derzeit beobachten wir ein Start-Up aus Deutschland, sowie eines aus den USA und sind gespannt auf neue Optionen in der Zukunft.

Wir halten die Augen offen!

LUCA Qualität

Viele unserer Kunden begleiten uns bereits seit unseren Anfängen im Jahr 2009. Werden auch Sie zu einem langjährigen LUCA Kunden.

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